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Offene Forderungen eintreiben: Möglichkeiten und Strategien
25 März 2025
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Oktober 2024 17:10Finanzierung, Wissen, Financial health, Credit management
Die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens ist ein entscheidender Faktor für Finanzierungsentscheidungen. Sie spielt insbesondere bei klassischen Kreditvergaben eine große Rolle. Beim Factoring hingegen liegt der Fokus vor allem auf der Bonität der Debitoren – also der Kunden des Unternehmens. Dennoch kann eine gute eigene Bonität die Finanzierungskonditionen positiv beeinflussen. Aber welche Kriterien bestimmen die Kreditwürdigkeit wirklich?
Ein solider Bonitätsscore ist unerlässlich für gesunde und stabile Handelsbeziehungen. Als Teil der Bonität bezieht sich die Kreditwürdigkeit dabei auf die Fähigkeit eines Schuldners, einen Kredit zurückzuzahlen. Eine verbesserte Liquidität geht daher meist mit einer gesteigerten Kreditwürdigkeit einher.
Die Kreditwürdigkeit, auch als Bonität bezeichnet, beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen zuverlässig und fristgerecht zu erfüllen. Sie gibt Auskunft darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Unternehmen geliehene Gelder oder Kredite zurückzahlen kann. Die Kreditwürdigkeit ist ein zentrales Kriterium für Kreditgeber, Investoren und andere Geschäftspartner, um das Risiko eines Zahlungsausfalls einzuschätzen. Daher ist es wichtig, beständig die Bonität des Unternehmens zu verbessern.
Während bei klassischen Finanzierungsformen wie Krediten die eigene Bonität des Unternehmens im Vordergrund steht, richtet sich der Fokus beim Factoring auf die Bonität der Abnehmer. Factoring-Dienstleister prüfen die Zahlungsfähigkeit der Debitoren, da sie für die Begleichung der Forderungen verantwortlich sind.
Die Kreditwürdigkeit wird auf Basis verschiedener Aspekte bewertet. Die Vermögenslage ist dabei nur einer von vielen. Diese Kriterien werden in einer Bewertung unter anderem miteinbezogen:
Die Kreditwürdigkeit von Unternehmen wird von verschiedenen Akteuren geprüft, je nachdem, in welchem Kontext sie bewertet wird. In erster Linie führen Banken und Finanzinstitute Bonitätsprüfungen von Unternehmen durch, wenn dieses einen Kredit beantragt oder eine Finanzierungsform wie Leasing oder Factoring in Anspruch nehmen möchten. Diese Institute analysieren detailliert die finanziellen Kennzahlen, wie den Jahresabschluss, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Cashflow des Unternehmens. Zudem greifen sie auf externe Wirtschaftsauskunfteien zurück.
Wirtschaftsauskunfteien wie Creditreform oder die Schufa in Deutschland, Intrum AG oder CRIF AG für die Schweiz oder der Kreditschutzverband in Österreich erstellen Bonitätsbewertungen auf Basis von Finanzdaten, Zahlungshistorien und weiteren wirtschaftlichen Informationen. Bei großen Unternehmen oder Unternehmen, deren Anleihen oder Aktien an einer Börse notieren, bewerten in der Regel Rating-Agenturen die Kreditwürdigkeit von Firmen. Diese Bonitätsbewertungen und Scorings bieten Kreditgebern und Geschäftspartnern eine schnelle und umfassende Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.
Auch im Rahmen von Lieferanten- und Kundenbeziehungen wird die Bonität regelmäßig geprüft. Unternehmen, die größere Aufträge vergeben oder langfristige Verträge abschließen, sichern sich häufig durch eine Bonitätsprüfung ab, um mögliche Zahlungsausfälle zu minimieren.
Es lohnt sich für Unternehmen, die Kreditwürdigkeit ihrer Geschäftspartner, insbesondere von Kunden, zu prüfen, wenn langfristige Verträge, größere Aufträge oder wiederkehrende Lieferungen und Leistungen anstehen. Ein solcher Schritt ist besonders dann wichtig, wenn das Unternehmen auf regelmäßige Zahlungen angewiesen ist, um die eigene Liquidität sicherzustellen. Das Risiko, das dabei eingegangen wird, sollte nicht unterschätzt werden: Wenn sich ein Kunde plötzlich als zahlungsunfähig erweist, kann das für den Lieferanten erhebliche finanzielle Engpässe oder sogar eine existenzbedrohende Situation mit sich bringen.
Die Zahlungsunfähigkeit eines Kunden kann außerdem dazu führen, dass Rechnungen ausbleiben und offene Forderungen nicht mehr eingetrieben werden können. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität, sondern auch auf die gesamte Finanzplanung des Unternehmens. Insbesondere in Branchen mit langen Zahlungszielen oder bei hoher Abhängigkeit von einzelnen Großkunden kann eine solche Situation mitunter katastrophale Folgen haben.
Eine präventive Bonitätsprüfung kann dieses Risiko verringern. Sie bietet eine fundierte Entscheidungsgrundlage dafür, ob ein Geschäft mit einem bestimmten Kunden eingegangen werden sollte oder ob zusätzliche Absicherungen nötig sind. Doch selbst bei sorgfältiger Prüfung bleibt ein Restrisiko bestehen, dass sich die finanzielle Lage eines Kunden plötzlich verschlechtert.
Hier kommt Factoring ins Spiel: Durch den Verkauf von Forderungen an einen Factoring-Dienstleister generiert das Unternehmen nicht nur sofortige Liquidität, sondern schafft sich auch eine Absicherung gegen Zahlungsausfälle. Beim sogenannten echten Factoring übernimmt der Factoring-Anbieter das Ausfallrisiko, sodass das Unternehmen selbst bei plötzlicher Zahlungsunfähigkeit eines Kunden nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Damit stellt Factoring eine doppelte Absicherung dar: einerseits durch die Bonitätsprüfung, die der Factoring-Anbieter bereits vornimmt, und andererseits durch die Übernahme des Delkredererisikos.
Insgesamt lohnt es sich also, die Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern prüfen zu lassen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegen Zahlungsausfälle vorzugehen. Factoring bietet dabei eine sinnvolle Ergänzung, indem es nicht nur für Liquidität sorgt, sondern auch vor finanziellen Schäden durch zahlungsunfähige Kunden schützt.
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